Kokosnussöl im Hundefutter

Braucht mein Hund wirklich extra Öl in seinem Barf-Plan für eine artgerechte Ernährung? Wölfe und wilde Hunde nehmen doch auch keine Ölpflanzen zu sich? Und sind nicht im Fleisch bereits genug Fette vorhanden?

Wer diese Fragen liest, dessen erste logische Antwort wird sein: Ich muss kein Öl zufüttern." Betrachtet man die Fakten jedoch etwas tiefer, stellt sich schnell ein anderes Bild dar:

In Masttieren aus industrieller Fleischproduktion, aus der wir das Futterfleisch für unsere Hunde beziehen, sind diese jedoch kaum enthalten. Zum Vergleich: Ein Freilandtier - wie es die natürliche Beute eines Wolfs oder Wildhundes wäre - hat einen 20fach höheren Anteil an Omega-3 Fetten im Körper.

Juckreiz, hoher Blutdruck oder struppiges Fell können Anzeichen für den Mangel an essentiellen Fettsäuren sein.

Kokosöl ist unter den Ölen der wichtigste Lieferant für mittelkettige Triglyzeride. Diese belasten den Gallenstoffwechsel nicht und sind daher insbesondere für ältere Hunde leichter verdauliche und schneller verfügbare Energie. Zudem werden Ketone gebildet, welche dem Gehirn 4 mal so viel Energie liefern wie Kohlenhydrate, bei weniger Energieaufwand und Abfallstoffen im Körper. Auch können durch die mittelkettigen Fettsäuren des Kokosöls, Omegafettsäuren aus Fleisch und anderen Futterzusätzen in größerem Umfang verwertet werden.

Studien an älteren Hunden haben zudem bewiesen, dass durch mittelkettige Fettsäuren ein spezielles Protein freigesetzt wird, welches die Plaqueablagerungen im Gehirn abbauen. (Zur Studie)

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