Rezepte mit Kokosöl

Mit dem natürlichen Lebenselexir Kokosfett bzw. Kokosnussöl lassen sich nicht nur Rezepte der klassischen Küche zubereiten, sondern eignet es sich auch hervorragend für Suppen und Currys, beim Braten, für Desserts und die Zubereitung von Müsli für das tägliche Frühstück.

Vegane Rohkostschokolade

Rohkost - entgegen der Vorstellung vieler geht es hierbei nicht nur um rohes Gemüse oder gänzlich unverarbeitete Speisen, sondern strenggenommen um Speisen die nie erhitzt wurden - etwa um sie zu braten, zu backen oder zu rösten. Vitamine und andere wertvolle Inhaltsstoffe sollen so erhalten bleiben und die Nahrung besser verwertbar sein. Sauerkraut, Rohmilchkäse oder Honig zählen somit als Rohkost, wenngleich die Entscheidung zu dieser Ernährungsform oft von Veganern getroffen wird. 

  • 100g Kokosöl
  • 50g über Nacht eingeweichte Datteln
  • 25g Kakaopulver in Rohkostqualität
  • nach Belieben: Vanille, Zimt, Mandeln...

Alle Zutaten werden in diesem Rezept sehr gründlich püriert, anschließend in Förmchen gefüllt und für eine Stunde kaltgestellt. Alternativ lassen sich auch kleine Pralinenkugeln formen und in Kakaopulver wälzen.

Veganer Feta-Käse

Ganz gleich ob Mozarella, Schnittkäse, Käsesauce oder Schmelz- oder Streichkäse - es geht auch vegan! Unser heutiges Kokosöl-Rezept ist daher ein Käse-"Ersatz" mit gleich 2 etwas ungewöhnlicheren Zutaten.

Die in Salzlake eingelegten Lupinenkerne sind - ähnlich wie Soja - extrem eiweißreich, jedoch ohne pflanzliche Hormone und mit weitaus weniger Fett- und Bitterstoffen. Zudem verbessern die Pflanzen den Boden, und die Blüten sind sehr beliebt bei Honigbienen. Sowohl die Bitterkeit als auch die Giftstoffe verliert die Hülsenfrucht durch das Einlegen in Salzwasser. Fertig eingelegt erhält man die Kerne in Bioläden, Delikatessgeschäften und insbesondere Geschäften mit französischen, italienischen oder spanischen Produkten.

Auch fermentierter Tofu ist in Naturkostläden oder online erhältlich, er lässt sich jedoch auch wunderbar selbst herstellen und erinnert dann bereits etwas an Käse, wird er doch ebenso mit Milchsäurebakterien hergestellt.

  • 150 ml Kokosöl
  • 200g eingelegte Süßlupinen-Kerne
  • 100g fermentierter Tofu
  • 150ml Sojamilch
  • 2 Esslöffel frischer Zitronensaft
  • 1 Teelöffel Meersalz

Alle Zutaten werden kräftig und lang mit dem Stabmixer zu einer glatten Masse verarbeitet und in einer kleinen Form 12 Stunden kaltgestellt. Er eignet sich besonders für Salate oder mediterrane Ofengerichte und hält sich gekühlt eine knappe Woche.

Zahnpasta ohne Flourid, Parabene, Sorbit, Glyzerin...

Einfach selbstgemacht! Das antibakterielle Kokosöl bietet hierfür eine perfekte Grundlage für all jene, die es nicht pur verwenden möchten.

  • 3 Esslöffel Kokosöl
  • 3 Esslöffel Natron (auch als "Soda" bekannt)
  • Birkenzucker / Xucker nach Geschmack (das Xylit ist auch in Zahnpflegekaugummis und bekämpft Karies verursachende Bakterien)
  • 15-20 Tropfen natürliche ätherische Öle, z.B. Minze, Eukalyptus, Nelke oder Zimtrinde

Alles gut verrühren und abfüllen. Bei zweimal täglichen Zähneputzens sollte diese Zahncreme ungefähr einen Monat halten.

Low-Carb- / Paleo-Eiscreme

Je nach Süßungsmittel ist unsere vielfältige Eiscreme sowohl für kohlenhydratbewusste Diäten als auch für Anhänger der Paleo-Ernährung (mehr dazu im Beitrag Paleo-Mayo) geeignet:

  • 125g Kokosöl
  • 125g Butter
  • 4 Eigelb
  • 4 ganze Eier
  • 1 Schuss Zitronensaft
  • 1 gemahlene Vanilleschote
  • 100g pürierte Beeren oder 100ml Wasser
  • Zutaten deiner Wahl, etwa Nüsse, Kakaopulver, Zimt...

Alle Zutaten werden warm püriert, bis eine feine Creme entsteht. Diese wird entweder:

  • In eine Eismaschine gefüllt und anschließend im Tiefkühler festgefroren
  • In einer großen Schüssel ins Eisfach gestellt. Sobald die Masse bereits einige Zentimeter am Rand geforen ist, mit dem elektrischen Schneebesen luftig aufschlagen und zurück ins Gefrierfach stellen. Diesen Prozess noch wenigstens dreimal wiederholen.

"Bounty" Riegel für Low-Carb und ketogene Ernährung

Alle figurbewussten Naschkatzen kennen nun bereits verschiedene köstliche Süßigkeiten mit Kokosöl, aber ohne Kohlenhydrate. Auch für selbstgemachte "Bounties" tummeln sich zahlreiche köstliche Mischungen im Internet. Wir haben Sie getestet und das beste für euch gefunden.

  • 100g Kokosöl (55g für die Füllung, der Rest für die Glasur)
  • 225g Kokosraspeln
  • 240g Kokossahne (Kokosmilch über Nacht in den Kühlschrank stellen, diese trennt sich in einen dicken und einen dünnen Anteil auf)
  • 40g Birkenzucker / Xucker (in der Kaffee- oder Mohnmühle bzw. im Mixer zu Puderzucker gemahlen)
  • 1 halber Teelöffel reine Vanille
  • 140g dunkle Schokolade (je dunkler desto weniger Kohlenhydrate), alternativ Xucker Schokodrops, Xukkolade oder Minus-Z Schokolade - hier dann vielleicht etwas weniger Xucker verwenden.

Zunächst müssen die Kokossahne und der Puderzucker - wie in der Zutatenliste beschrieben - vorbereitet werden. Die Kokosraspeln werden bei 180°C für ca 5 Minuten im Ofen angeröstet und mit 55g Kokosöl sowie allen weiteren Zutaten (außer der Schokolade) vermischt. Nach einigen Minuten im Kühlschrank sollte sich die Kokosmasse leicht zu 12 Riegeln formen lassen. Nun noch einmal eine Stunde ab in den Kühlschrank damit! 

Derweil wird die Schokolade im Wasserbad geschmolzen und mit dem restlichen Kokosöl vermengt. Die noch nackten Kokosriegel lassen sich mit einer Gabel oder Schaschlikspießen in den Guss eintauchen. Die letzte Kühlschrankstunde folgt, anschließend lassen sich die Riegel eiskalt genießen. 

Wer die Riegel nicht in sommerlicher Variante kalt genießen möchte, sollte weniger Kokosöl für den Guss verwenden, da dieses bei Zimmertemperatur leicht schmilzt.

Ein Riegel hat am Ende ca. 4g Netto-Kohlenhydrate und knapp 6g Proteine bei 267kcal. Er ist reich an Ballaststoffen und Magnesium.

Paleo-Mayonnaise

Paleo ist nur eine der vielfältigen neuen Ernährungs- und Lebensweisen, die den Schlüssel für Gesundheit und Fitness bilden sollen. Bei Paleo wird sich an menschlichen Ernährungsgewohnheiten der Altsteinzeit orientiert, als wir noch als Jäger und Sammler lebten. Der Speiseplan besteht daher aus Obst und Gemüse, Nüssen, Eiern und Fleisch und gesunden Fetten. Verarbeitete Lebensmittel, Zucker, Zusätze oder Speisen die erst mit Ackerbau und Tierhaltung auftauchten (wie Milch- und Getreideprodukte) sind dabei tabu. 

Das köstliche Mayonnaise-Rezept eignet sich natürlich nicht nur für Paleo-Anhänger, sondern vereint sündigen Geschmack mit den gesunden Vorteilen des Kokosöls für alle Genießer. Wie bei herkömmlicher "Mayo" benötigt es für Kokosölmayonnaise zunächst:

  • 2 Eigelb
  • 3 Teelöffel Zitronensaft
  • 1 Teelöffel Senf
  • eine halbe Tasse Olivenöl
  • eine halbe Tasse Kokosöl

Eigelb und Senf werden mit einem elektrischen Handmixer zunächst vermischt und das Öl Schluck für Schluck auf niedriger Stufe untergemischt. Wenn die Mayonnaise andickt, kommen der Zitronensaft, schwarzer Pfeffer und eine Prise Meersalz hinzu. Einfach pur genießen oder ab damit in den Salat oder Burger.

DDR Klassiker: Kalter Hund

Verziert mit bunten Schokolinsen oder in LKW-Form geschichtet, ist dies einer der beliebtesten Kuchen für Kindergeburtstage.

  • 150g Zartbitterschokolade
  • 450g Vollmilchschokolade
  • 150g Kokosöl
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 250g Kekse (der Klassiker sind Butterkekse, lecker wird das Rezept zur Weihnachtszeit jedoch auch mit Spekulatius)
  • 200g Schlagsahne

Außer den Keksen werden alle Zutaten vorsichtig im Topf geschmolzen und verrührt. Nach Belieben kann diese Schokocreme mit Orangenschale, Likör oder Zimt abschmecken. In eine Kastenbackform wird eine Schicht Kekse gelegt, diese wird vollständig mit einer Schicht Creme bedeckt. So wird mit dem Schichten fortgefahren, bis die Kastenform gefüllt ist. Den Kuchen vor Genuss über mehrere Stunden kaltstellen.

Mehr klassische DDR-Backrezepte gibt es in diesem Minikochbuch.